Für ein umfassendes Streikrecht Die Bundesrepublik Deutschland hat weltweit das rückständigste und restriktivste Streikrecht. Das Streikrecht in Deutschland ist lediglich Richterrecht. Im Grundgesetz (GG) findet sich außer der Koalitionsfreiheit gemäß Art. 9 Abs. 3 kein konkreter Hinweis |
| Arbeitslos, unterbezahlt, ungehört |
|
|
|
| Geschrieben von: Nora Miethke |
| Dienstag, den 23. August 2011 um 03:21 Uhr |
|
Unter dem Titel Perspektiven veröffentlicht die Sächsische Zeitung kontroverse Essays, Kommentare und Analysen zu aktuellen Themen. Texte, die aus der ganz persönlichen Sicht der Autoren Denkanstöße geben, zur Diskussion anregen sollen. Heute: Jugendproteste in Europa. Die SZ-Redakteurin Nora Miethke analysiert, was die junge Generation auf die Straße treibt, warum es in Deutschland noch ruhig ist und fordert, dass auch junge Menschen ein Grundgefühl von Sicherheit brauchen. Brennende Autos, geplünderte Geschäfte und Jugendliche ohne Angst vor der Staatsgewalt. Die Ausschreitungen vor zwei Wochen in London sind der extremste Ausdruck einer Entwicklung, die der französische Soziologe Robert Castel die „Rückkehr der Unsicherheit“ in die reichen Gesellschaften des Westens nennt. Arbeitslos, unterbezahlt, ungehört, so lässt sich die Grundstimmung von Europas Jugend beschreiben. Nun darf man die friedlichen Proteste in Madrid nicht mit den Krawallen in London auf eine Stufe stellen. Aber eine gemeinsame Ursache liegt in der Finanzkrise 2008 und ihrem Krisenmanagement. Die Rettungspakete für die Banken und für die Wirtschaft führten zur Überschuldung vieler europäischer Länder. Das zwingt nun zum drastischen Sparen. Die Kürzungsvorschläge treffen meistens die sozialen Gruppen mit der geringsten Lobby. In vielen Ländern sind das die Jugendlichen. Sie fühlen sich durch die Sparprogramme um ihre persönlichen und beruflichen Perspektiven betrogen. mehr lesen |
© 2010 Armutsnetzwerk | administrated by Hamann Webdesign
Creative Commons