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DGB fordert Reform für einheitliche Pflegeversicherung – Warnung vor Kopfpauschale PDF Drucken E-Mail
Samstag, den 29. Januar 2011 um 08:46 Uhr

Pressemitteilung

PM 012

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) begrüßt die Absage der Union an eine individuelle Pflege-Zusatzversicherung und fordert eine solidarische Reform für eine einheitliche Pflegeversicherung.

Annelie Buntenbach, DGB-Vorstandsmitglied, sagte dazu am Freitag in Berlin:

„Es wäre sehr zu begrüßen, wenn die Koalition die unsinnigen und unsozialen Pläne für eine private Pflege-Zusatzversicherung tatsächlich begraben würde. Wir warnen allerdings davor, eine einkommensunabhängige Kopfpauschale in der Pflegeversicherung einzuführen, weil sie genauso ungerecht ist wie eine Zusatzversicherung. Wir fordern eine einheitliche Pflegeversicherung für alle statt einseitiger Belastungen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Die von Arbeitgebern und Versicherten paritätisch finanzierte Pflegeversicherung ist ein bewährtes Zukunftsmodell. Um die notwendige Verbesserung der Pflegeleistungen zu gewährleisten und gleichzeitig die künftigen Belastungen der Beitragszahler in engen Grenzen zu halten, ist eine solidarische Weiterentwicklung der Pflegeversicherung unentbehrlich.

Dazu schlagen wir vor, die private Pflegeversicherung in einen solidarischen Finanzausgleich einzubeziehen. Die private Pflegeversicherung macht jedes Jahr Milliardenüberschüsse, weil sie hohe Beiträge von den so genannten Besserverdienenden erhält, aber deutlich weniger Pflegefälle finanzieren muss. Es ist ein Gebot der Gerechtigkeit, dass diese Überschüsse nicht auf dem Konto der privaten Pflegeversicherung landen, sondern genutzt werden, um die Pflege für alle zu verbessern.“

 
 

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