Für ein umfassendes Streikrecht Die Bundesrepublik Deutschland hat weltweit das rückständigste und restriktivste Streikrecht. Das Streikrecht in Deutschland ist lediglich Richterrecht. Im Grundgesetz (GG) findet sich außer der Koalitionsfreiheit gemäß Art. 9 Abs. 3 kein konkreter Hinweis |
| Tomaten, rot-braun und pelzig |
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| Geschrieben von: Jean-Philipp Baeck |
| Montag, den 06. Juni 2011 um 09:15 Uhr |
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ARMUT Bei den Tafeln stapelt sich aussortiertes EHEC-Gemüse. Die Supermärkte sparen sich eine teure Entsorgung und waschen durch Spenden ihr Gewissen rein, sagen Kritiker Cherrytomaten, kistenweise. Auch bei der Bremer Tafel weiß man nicht, wohin damit. In den Lagern der Organisation, die Lebensmittel an Bedürftige verteilt, stapelt sich in Zeiten des Ehec-Erregers das überschüssige Gemüse. In Hemelingen etwa spanische Biotomaten von Rewe. "Wir nehmen erst einmal alles und müssen dann sortieren", sagt Oskar Splettstößer, Vorsitzender der Bremer Tafel. Metro, Lidl, Rewe, Real oder Kaufland - nahezu alle Marktgrößen tauchen auf den Spenderlisten auf. Vieles schmeißen die Supermärkte weg, obwohl es noch nicht einmal das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten hat. Genau das sind die Lebensmittel, die an die Tafeln abgegeben werden sollten: Für die Supermärkte lohnt sich das. Sie müssten die Ware als Sondermüll entsorgen lassen, zum Tonnenpreis von rund 1.000 Euro. Und die HelferInnen von der Tafel holen's kostenlos ab. Manche Filialleiter achten sehr streng darauf, dass den Armen nur wirklich Unverkäufliches gespendet wird - und beispielsweise haltbare, aussortierte Molkereiprodukte in den Müll wandern. Andere lassen Gemüse- und Obst-Kisten besonders sorgfältig stapeln: "Oben drauf kommt eine Kiste mit ansehnlichem grünen Salat", schildert ein Helfer, der nicht genannt sein will, die Praxis. Und drunter "blüht dann der Schimmel weiß und grün auf Zitronen und Orangen, oder man findet braun-rote Tomaten mit pelzigem Überzug". Den HelferInnen bleibt selten Zeit, das beim Abholen zu kontrollieren. Den von den Supermärkten abtransportierten Müll müssen die Tafeln entsorgen, auf ihre Kosten. "Das sind etliche tausend Euro im Jahr, die wir für die Entsorgung ausgeben müssen", sagt Splettstößer. |
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