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Armut in der Eifel: Die Bitburger Tafel hilft seit fünf Jahren PDF Drucken E-Mail
Sonntag, den 04. September 2011 um 22:47 Uhr

Dicht an dicht drängen sich die Menschen bei der Bitburger Tafel, um ein paar Lebensmittel zum symbolischen Betrag von einem Euro zu kaufen. Seit fünf Jahren unterstützt die Einrichtung in Trägerschaft der Caritas arme Menschen. Mehr als 1200 sind berechtigt, zur Tafel zu kommen.

Bitburg. Ein Anblick, der einem die Sprache verschlägt: Geduldig warten rund 70 Menschen bei der Bitburger Tafel, bis sie an der Reihe sind. Sie stehen an für Lebensmittel. Ein paar Äpfel oder Trauben, ein Brot, eine Packung Mehl, vielleicht ein, zwei Eier, Quark oder auch Tiefkühlkost.
In der Schar der Wartenden stehen Mütter mit kleinen Kindern, ältere Menschen, die sich auf einen Stock oder Rollator stützen, Ausländer wie Einheimische. Manche plaudern. Die meisten aber warten still. Sie alle haben eine Nummer. Eine Nummer, die sie berechtigt, einmal in der Woche bei der Tafel ihre Lebensmittel zum symbolischen Preis von einem Euro zu erstehen.
Mehr als 1200 Menschen sind im Altkreis Bitburg auf diese Hilfe angewiesen - darunter 400 Kinder. "Anspruch auf Unterstützung haben Menschen, die von Hartz IV leben, Arbeitslosengeld beziehen oder mit der Mindestrente von 500 Euro im Monat auskommen müssen", sagt Edith Mayer, die die Berechtigungsscheine ausstellt.
Sie ist eine von 90 Ehrenamtlichen, die sich für das Projekt in Trägerschaft der Caritas engagieren und hat schon viele Schicksale erlebt. "Mütter von zwei, drei Kindern, die vom Mann verlassen wurden, eine 60-jährige Frau, die nach dem Tod ihres Partners kaum noch ein Auskommen hat oder ein 50-jähriger LKW-Fahrer, den niemand mehr einstellen wollte", nennt Edith Mayer Beispiele und ergänzt: "Viele kommen beim ersten Mal hier hin in einer Mischung aus Verzweiflung und Scham."

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