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Mit Punsch, Mandeln und Geschenken gegen Armut PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Christian Reinartz   
Montag, den 28. November 2011 um 09:31 Uhr

Offenbach – Wenn es draußen kalt wird, beginnt bei Christine Sparr die heiße Phase. Die Offenbacher Tafel-Chefin organisiert einen Weihnachtsmarkt für Bedürftige auf dem Mathildenplatz. Dort stehen am vierten Adventswochenende Buden, an denen jeder nur soviel zahlen muss, wie er kann.

Es sind die Kinderaugen, die Christine Sparr immer wieder dazu bringen, schon Monate vor der Weihnachtszeit mit der nervenaufreibenden Planung zu beginnen: Spender organisieren, Unternehmen überzeugen, sich mit dem Marktbeschicker absprechen, Würstchen, Glühwein und kandierte Früchte organisieren. „Das macht ganz schön fertig, aber es ist so schön, die Kinder glücklich zu sehen“, sagt Sparr. Der sozial engagierten Tafel-Chefin reicht der bloße Weihnachtsmarkt-Rummel aber nicht. Ihr erklärtes Ziel: „Alle Kinder, die unseren Weihnachtsmarkt besuchen, sollen auch ein richtiges Weihnachtsgeschenk bekommen.“ Bei einer Tombola bekommt jedes Kind, das persönlich anwesend ist, ein Los für einen Euro. „Und jedes Los ist auch ein echter Gewinn“, verspricht Sparr: „Trostpreise gibt‘s bei uns nicht.“ Viele Spender hat Sparr schon zusammen. Unter anderem die Firma M. Schneider, die mit Sparr für 2000 Euro Spielzeug beim Lagerverkauf von Mattel in Dreieich eingekauft hat. Und der Barbie-Hersteller legt noch einmal sechs Barbiehäuser drauf.

Damit beim Bedürftigen-Weihnachtsmarkt auch das Angebot stimmt, spenden Marktstände des regulären Offenbacher Weihnachtsmarktes. „Die geben uns kostenlos Getränke, Lebkuchenherzen, gebrannte Mandeln und kandierte Früchte“, sagt Sparr dankbar: „Ohne die wäre das alles nicht denkbar.“

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