Für ein umfassendes Streikrecht Die Bundesrepublik Deutschland hat weltweit das rückständigste und restriktivste Streikrecht. Das Streikrecht in Deutschland ist lediglich Richterrecht. Im Grundgesetz (GG) findet sich außer der Koalitionsfreiheit gemäß Art. 9 Abs. 3 kein konkreter Hinweis |
| Verschmähte Eier an die Armen |
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| Geschrieben von: York Töllner |
| Dienstag, den 18. Januar 2011 um 06:39 Uhr |
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Weil skeptische Verbraucher Wurst und Eier in den Supermarktregalen liegen lassen, gibt es bei den "Tafeln", die Lebensmittel an Bedürftige verteilen, Spendenrekorde. "Tafeln", die Lebensmittelspenden an Menschen mit geringem Einkommen weiter reichen, verzeichnen in Folge des Dioxinskandals Spendenrekorde. "Etliche Geschäfte spenden den Tafeln erheblich mehr Eier als vor dem Skandal", sagte die Vorsitzende des niedersächsischen Tafel-Landesverbandes, Edeltraut Graeßner. Eine Tafel habe das fünfzehnfache der üblichen Menge an Eiern bekommen. Rund die Hälfte der 97 Vereine in Niedersachsen verzeichne einen deutlichen Spendenanstieg. Um eine Überschreitung des Dioxin-Grenzwerts sorgt sie sich nicht. Man stehe in engem Kontakt mit den Lebensmittelkontrollbehörden: "Wenn eine zu hohe Dioxinbelastung vorliegt, werden die betroffenen Waren aussortiert, bevor wir sie überhaupt gespendet bekommen. Teilweise bekommen wir von den Ketten sogar Unbedenklichkeits-Zertifikate." Auch große Supermarktketten wie Lidl, Rewe, Real und Extra geben nicht mehr verkäufliche Waren an die Tafeln weiter. Dass der Spendenboom womöglich ein zweifelhaftes Licht auf den Charakter ihrer Einrichtungen als Müllschlucker einer Überschusswirtschaft wirft, glaubt Graeßner nicht. Dass die Bedürftigen "das bekommen, was der Normalverbraucher ablehnt", sei nichts Neues. "Wenn im Februar die ersten noch nicht besonders schmackhaften Erdbeeren in den Regalen liegen, kauft die auch niemand." Beim BSE-Skandal sei es genauso gewesen: "Wir bekommen immer das, was sonst keiner will." Dies sei "das Prinzip der Tafeln". So lange kein Gesundheitsrisiko vorliege, sei das "moralisch vertretbar". Zudem werde niemand genötigt, die Spenden anzunehmen: "Jeder hat die Möglichkeit, ja oder nein zu sagen."  |
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