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Offener Brief an den Bundesvorstand der Tafeln PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Jürgen Schneider   
Dienstag, den 25. Januar 2011 um 21:59 Uhr

Ich habe gelesen dass Herr Wulff Schirmherr der Tafeln in Niedersachsen bleibt. Das ist wunderbar. Es wäre mir aber lieber, die Tafeln bräuchte man nicht mehr. Bei allem Respekt vor den ehrenamtlichen Helfern, denen ist wirklich große Hochachtung entgegen zu bringen. Die habe ich aber selten vor den Leitern der Tafeln; ich beziehe mich hier auf die Aussage von Frau Gräßner (Artikel in der TAZ vom 17.1.2011), Landesvorstand der niedersächsischenTafeln. Vom Landesvorstand und auch von einigen im Bundesvorstand muss verstanden werden, dass keine persönlichen Eitelkeiten im Spiel sein dürfen. Man darf nicht stolz darauf sein, dass es so viele Tafeln gibt. Viele Menschen werden auch von den Sozialämtern an die Tafeln verwiesen. Das ist ein Unding. Es ist wirklich gut, wenn nichts weggeschmissen wird. Aber die Tafeln sind kein Ersatz für Sozialleistungen. Ich finde den Ausspruch von Frau Gräßner im Bezug auf die mit Dioxin verseuchten Eier in ihrem Artikel nicht gut. Dieser Spruch, die Menschen können bei uns ja ablehnen oder es annehmen, von einem Landesvorstand der Tafeln zu lesen erschüttert mich. Es zeigt eine gewisse Arroganz gegnüber den Menschen die diese Hilfe benötigen.
Es wäre schön, wenn man nochmal darauf hinweist, dass man es mit Menschen zu tun hat und nicht mit Almosenempfängern. Wünsche Ihnen noch guten Erfolg  bei ihrer Arbeit für die Mitmenschen und hoffe sehr, dass ich solche Arroganten Äußerungen nicht mehr lesen muss. Ich bin selber Betroffener und weiß wovon ich schreibe. Da ich viel herum komme, kenne ich auch viele Tafeln und weiß wie schlimm es manchmal vor Ort aussieht.
Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Schneider
( Mitbegründer und Mitarbeiter der Homepage Berber-Info und Armutsnetzwerk)

 

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