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Schwerbehinderte profitieren nicht von positiver Entwicklung am Arbeitsmarkt PDF
Geschrieben von: Stefan Vetter   
Samstag, den 12. November 2011 um 10:52 Uhr

Schwerbehinderte profitieren nicht von der günstigen Entwicklung am Arbeitsmarkt. Ihre Erwerbschancen haben sich seit 2009 sogar verschlechtert.

Saarbrücken. Der Jobmotor in Deutschland läuft auf Hochtouren: Allein im August dieses Jahres waren über eine halbe Million Arbeitslose weniger registriert als im Sommer 2009. Das entspricht einem Rückgang von 15 Prozent. Bei den Schwerbehinderten ist der Trend jedoch gegenläufig: Die Zahl der Erwerbslosen in dieser Gruppe hat sich um 7,6 Prozent erhöht.

Rund 180 000 Schwerbehinderte waren im August ohne Job. „Anders als erwartet hat sich das Risiko des Jobverlustes von behinderten Menschen trotz guter konjunktureller Entwicklung nicht verringert. Immer noch werden mehr Menschen arbeitslos, als Erwerbslose wieder in Beschäftigung kommen“, erklärte der Arbeitsmarktexperte des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Wilhelm Adamy gegenüber unserer Zeitung. In Zahlen ausgedrückt heißt das: Pro Jahr werden etwa 70 000 Behinderte registriert, die ihren Arbeitsplatz verlieren. Das sind doppelt so viele wie jene, die wieder einen neuen Job finden.

Besonders schlechte Karten haben Schwerbehinderte, die auf Hartz IV angewiesen sind. Dabei beziehen rund 60 Prozent aller arbeitslosen Schwerbehinderten die staatliche Grundsicherung. Laut DGB-Studie gibt es aber auch spürbare Unterschiede innerhalb des Hartz-IV-Systems. So war der Bestand an hilfebedürftigen arbeitslosen Schwerbehinderten im Zuständigkeitsbereich der Bundesagentur für Arbeit von 2006 bis Anfang 2011 nur um 1,3 Prozent gestiegen.  Demgegenüber hatte sich der Bestand der von den so genannten Optionskommunen in Eigenregie betreuten Langzeitarbeitslosen versechsfacht.

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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 17. November 2011 um 00:37 Uhr
 
 

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