Für ein umfassendes Streikrecht Die Bundesrepublik Deutschland hat weltweit das rückständigste und restriktivste Streikrecht. Das Streikrecht in Deutschland ist lediglich Richterrecht. Im Grundgesetz (GG) findet sich außer der Koalitionsfreiheit gemäß Art. 9 Abs. 3 kein konkreter Hinweis |
| Wunsch nach selbstbestimmtem Leben |
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| Geschrieben von: Corinna Nohn |
| Samstag, den 03. Dezember 2011 um 07:24 Uhr |
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Schwerstbehinderte sollen am Berufsleben teilhaben können. Das fordern die Vereinten Nationen, Politiker und Angehörige von Betroffenen. Aber die Bürokratie macht es ihnen schwer, Arbeit außerhalb betreuter Werkstätten zu finden. Wenn Jan Hellermann seinen Eltern von der Arbeit erzählen möchte, dann zeigt er ihnen Fotos auf seiner Digitalkamera: von den Ziegen, denen er mit der Schubkarre Heu bringt, oder von seiner Kehrmaschine, mit der er über den Hof des Ausflughotels Dammenmühle fährt. Der 19-Jährige aus Lahr im Schwarzwald kann nicht reden, aber verstehen; er hält es nicht den ganzen Tag im Haus aus, aber im Garten. Jan Hellermann ist geistig behindert, und hätten es sich Hubertus Hellermann und Christine Dold leicht gemacht, dann hätten sie ihren Sohn in eine Sonderschule und später in eine Werkstatt für behinderte Menschen geschickt. Aber Jan Hellermann besuchte eine integrative Waldorfschule, mit "normalen Kindern", sagt der Vater, und auch danach sollte er mitten in der Gesellschaft weiterleben. Dieses "Mittendrin" fordern auch die Vereinten Nationen, die am 3. Dezember den Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung begehen und den Ruf nach gleichberechtigter Teilhabe in die Behindertenrechtskonvention übernommen haben. Die wiederum ist seit März 2009 Grundlage der deutschen Behindertenpolitik, seitdem heißt das Ziel "inklusive Gesellschaft" - das Attribut "inklusiv" deutet schon darauf hin, dass die Gesellschaft Behinderte eher ausschließt. Um das zu ändern, hat Sozialministerin Ursula von der Leyen vor drei Monaten einen "nationalen Aktionsplan" verkündet. Sie will besonders den drei Millionen Behinderten im erwerbsfähigen Alter die Teilhabe am Arbeitsmarkt erleichtern und sagt: "Arbeiten heißt eine Aufgabe haben, Struktur im Tag, soziale Kontakte und das gute Gefühl, gebraucht zu werden. Ohne Teilhabe am Arbeitsleben wird es schwer mit der Inklusion." mehr lesen |
| Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 10. Dezember 2011 um 13:21 Uhr |
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